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Tischlein Deck Dich- ein Projekt des Tierschutzvereins für die Städteregion Aachen e.V.

Die Tiertafel des Tierschutzvereins

Dienstagmorgen- halb zehn im Tierheim Aachen. Nein, nicht Zeit für´s Frühstückchen sondern Zeit für Gisela Niessen, Irene Holtkamp, Dieter Joost und Joachim Junge, die letzten Vorbereitungen zu treffen und den Tierheimtransport fertig zu machen. Gleich geht´s Richtung City, genauer zum Willy- Brandt- Platz in Aachen. Hier „decken die Paten des Tierheims Aachen den Tisch“ für die Haustiere von Menschen, die eine niedrige Rente, Arbeitslosengeld oder Hartz IV. beziehen. Ihnen soll das Projekt durch die Ausgabe von Futter helfen, sich ihre Haustiere auch weiterhin leisten zu können.  


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Wir suchen noch Unterstützung im Team der Infogruppe

 

Du bist Pate im Tierheim oder Mitglied in unserem Tierschutzverein?
Du möchtest gerne der Öffentlichkeit das Thema „Tierschutz und Tierheim“ näher bringen?
Du organisierst oder hilfst gerne bei Festen oder Veranstaltungen?
Du hast kreative Ideen?

Lust und Zeit einmal reinzuschnuppern? Dann melde dich doch einfach. Wir würden uns über Unterstützung im Team freuen. Selbstverständlich sind auch Männer in der Gruppe herzlich willkommen.
Bei Interesse einfach eine kurze Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

     


 

Zum Aschermittwoch...

 

...empfiehlt der Kater: Rollmops
(Falls der Eine oder Andere doch etwas zu tief ins Glas geschaut haben sollte…)

Der heutige Tipp kommt von unserem Kater Saphir, der bereits in ein schönes neues zuhause ziehen durfte. Es warten jedoch noch andere Katzen und Kater im Tierheim auf neue Dosenöffner. Sie würden sich freuen, wenn sie sich persönlich vorstellen dürften.

http://www.tierheim-aachen.de/index.php/tiervermittlung/katzen

 

         


 

Ein "Weihnachtsgeschenk" für's Tierheim

Am 23.12. stellte uns ein „Tierfreund“ 2 Kisten vor das Tierheim. Statt auf schöne Geschenke schauten wir beim Öffnen jedoch in die Knopfaugen von 30 Farbratten, die uns verstört entgegen blickten. Eigentlich hätten wir vorgewarnt sein müssen, denn das war leider nicht das erste Mal!


Natürlich haben wir uns auch dieser Ratten angenommen und mussten zu unserem Entsetzen feststellen, dass viele der Weibchen trächtig waren. Nun beherbergt unser Tierheim alleine aus dieser Gruppe zwischen 70 und 80 Ratten, darunter ca. 40 Babyratten, so dass unsere Kapazitäten völlig erschöpft sind. Befreundete Tierschutzvereine haben uns netterweise schon einige Tiere abgenommen, an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Euch!
Inzwischen können sie langsam ins richtige Leben entlassen werden und wir suchen  Tierfreunde, die bereit sind, diesen niedlichen Tieren, die 2-3 Jahre alt werden können, ein artgerechtes Zuhause zu schenken.
Ratten sind äußerst soziale Wesen. Eine Gruppengröße von 3-6 Tieren ist optimal, es müssen aber mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden. Und ist es nicht viel schöner, den Tieren beim Spielen und innerartlichem Kommunizieren mit ihren Artgenossen zuzuschauen, als eine traurige Ratte alleine zu halten?
Einen sehr informativen Flyer des Dt. Tierschutzbundes zu Ratten findet Ihr hier:
 http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Broschueren/Die_Haltung_von_Ratten.pdf
 
Wir haben Euch hier mal ein paar Bilder zusammen gestellt, die Euch unsere Ratten zeigen, die jetzt schon zur Vermittlung stehen. Und sagt ehrlich: wer hat nach Ansicht dieser niedlichen Tierchen immernoch eine Abscheu vor Ratten?

 

Bitte sagt allen Rattenfreunden und denen, die es werden wollen, Bescheid! Wir brauchen dringend liebe Menschen für Figaro, Gaston, Helene, Lillyfee und ihre Freunde!


 

Ein Dach über dem Kopf ist noch lange kein Zuhause ....

„Feuer, Erde, Wasser und Luft“ sind ein lustiges Degu-Jungs-Quartett, welches nun seinen eigenen Futtergeber sucht. Die 4 Jungs wurden zusammen ausgesetzt und wir haben unsere Freude daran, die ausgeweckten Kerle in ihrer Voliere zu beobachten….

 

Degus stammen ursprünglich aus Chile, wo sie in Kolonien von bis zu 100 Tieren in felsigen Strauchlandschaften verzweigte Höhlensysteme bauen. Deshalb ist es wichtig, auch in „Gefangenschaft“ immer mehrere Tiere zu halten und ihnen eine artgerechte Umgebung zu bieten! Degus legen in der Freiheit täglich viele Kilometer zurück, sie lieben es zu laufen, zu klettern und ihre Umgebung zu erkunden. Deshalb wünschen sich unsere Tiere ein sicheres und ausreichend großes Laufrad oder noch besser ausreichend Platz zum Freilauf, Kleintierhäuser und viele tolle Versteck- und Klettermöglichkeiten und entsprechendes Einstreu mit zusätzlich Ästen und auch Steinen zum Klettern und Krallenwetzen. Am schönsten für Tier und Mensch ist wohl eine geräumige Vogelvoliere, in der die niedlichen Kleinen über mehrere Etagen leben, rennen und klettern können. 

 

     

 

Sie haben Interesse an der spannenden Degu-Gehege-Gestaltung und denken sich gerne neue Rätsel- und Futtersuchaufgaben aus? Dann wird Ihnen das Beobachten unserer Viererrasselbande täglich große Freude bereiten.

Weitere Infos zu unseren Kleintieren findet Ihr hier:
http://www.tierheim-aachen.de/index.php/tiervermittlung/kleintiere

 


 

 

 

Hunde

Hunde sind hochsoziale Lebewesen, die unter natürlichen Bedingungen (z. B. bei den australischen Wildhunden, den Dingos) ihr ganzes Leben in einem Rudel zubringen. Wer einen Hund halten möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, das ganz und gar von uns Menschen abhängig ist, das Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld benötigt.

Für die Haltung in einer Etagenwohnung sind eher kleinere Hunde geeignet. Ein großer Hund passt besser in ein Haus mit Garten. Doch ob Haus mit Garten oder Stadtwohnung, grundsätzlich gilt: Nur wer viel Zeit hat, sollte sich einen Hund anschaffen. Jeder Hund braucht viel Ansprache, eine gute und konsequente Erziehung und ausgiebige Spaziergänge. Darüber hinaus gibt es rassenspezifische Eigenschaften, die im täglichen Leben eine wichtige Rolle spielen.
Windhundrassen z. B. haben ein besonders ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis. So genannte Jagdhundrassen wollen besonders beschäftigt sein und folgen ihrem Jagdinstinkt relativ leicht. Manche Rassen, wie etwa der Labrador Retriever, haben ein ausgeprägtes Schwimmbedürfnis. Mit einem Hund müssen alle Familienmitglieder zurechtkommen, und Kinder brauchen bei der Erziehung des Hundes die Hilfe der Erwachsenen, damit er sich harmonisch in die Familie eingliedert. Nicht alle Hunde sind für Familien mit Kindern gut geeignet. Wer sich genau informiert, hat die besten Voraussetzungen, den richtigen Hund zu finden.


Haltungskosten
• Lebenserwartung: ca. 14 Jahre
• einmalige Kosten: Anschaffungspreis ca. 200 Euro (Tierheim) bis mehrere Tausend Euro (seltene Rasse, Hund vom Züchter)
• Basiskosten: Napf, Körbchen, Leine, Spielzeug (ca. 60 – 300 Euro Euro)
• jährliche Kosten: Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futter, Impfung, mehrmalige Entwurmung, Parasitenbehandlung (je nach Größe 750 - 1200 Euro)
• Sonderkosten: Tierarztbesuche bei Krankheiten (kann sehr hohe Kosten verursachen!), Kastration, Hundeschule
Gesamtkosten: 14 jähriger Hund je nach Größe mindestens 12.000 bis 17.000 Euro!

 

 


 

 

Kaninchenmast

Rund 41.000 Tonnen Kaninchen-Fleisch werden jedes Jahr in Deutschland verzehrt - Tendenz steigend. Der Großteil des Fleisches wird in Deutschland produziert - 33.000 Tonnen. Insgesamt werden für den deutschen Markt jährlich circa 30 Millionen Tiere geschlachtet, 25 Millionen davon allein in Deutschland.

Vereinzelt halten Landwirte kleinere Kaninchenbestände nebenher. Immer häufiger werden jedoch auch Batteriekäfige über mehrere Etagen eingesetzt. In der beengten Haltung sind die bewegungsfreudigen Tiere nahezu zur Bewegungsunfähigkeit verdammt. Hoppeln, Sprünge, „Männchenmachen“ sind nicht möglich. Die Folge sind schmerzhafte Wirbelsäulenverkrümmungen und Gelenkprobleme.

  Aneinandergereihte Batteriekäfige über mehrere Etagen


Die sprichwörtliche Vermehrungsrate der Kaninchen ausnutzend, werden die weiblichen Tiere (Zibben) unmittelbar nach der Geburt erneut gedeckt, so dass sie alle vier bis sechs Wochen Junge „produzieren“. Der hohe Reproduktionsrhythmus belastet die Tiere enorm. Die Folge ist eine hohe Todesrate. Die Tiere leben einzeln in Käfigen mit Wurfkisten. Da sich die Zibbe nie wirklich von ihren Jungen zurückziehen kann, wird die normale Mutter-Kind-Beziehung oft gestört. Im Extremfall fressen die Mütter ihre eigenen Jungen auf. Während der Tragezeit leiden die einzeln gehaltenen Zibben unter Einsamkeit und Langeweile.

 

Krankheiten und Verhaltensstörungen

Um das Mastgewicht schneller zu erreichen, erhalten die Kaninchen vorwiegend nährstoffreiches Trockenfutter, das in Pellets gepresst ist. Dies führt zu massiven Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Erkrankungen, den häufigsten Todesursachen bei Kaninchen.

 

 Mastkaninchen mit einer Wunde am Kopf.

 

Vier bis sechs Mastkaninchen vegetieren in einem Drahtverlies dahin. Die Kaninchen leiden an Platzmangel und fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten. Dadurch entstehen massive Verhaltensstörungen: Aggressive Auseinandersetzungen, Gitternagen, Schwanzbeißen, endloses Kreisen um die eigene Körperachse, plötzliche Aktivitätsschübe und Unruhe sind die sichtbaren Folgen der tierquälerischen Haltung.

 

Tiergerechte Haltung - aber wie?

Kaninchen sind sozial lebende Tiere, die in selbstgebauten Höhlen in Familiengruppen von zwei bis fünf Zibben und einem Bock leben. Gemeinsames Ruhen, soziale Körperpflege, Springen, Laufen und häufige Nahrungsaufnahme bestimmen den Tagesrhythmus. Kaninchen nehmen unter natürlichen Bedingungen mit 60 bis 90 Mahlzeiten pro Tag vorwiegend ballaststoffreiche Nahrung wie z. B. Heu, Gras, Stroh zu sich. Kaninchen können auch unter gewerblichen Bedingungen tiergerecht gehalten werden.

• Gruppenhaltung im Stall mit Weideauslauf für mehrere Zibben und einen Bock
• reduzierte Besatzdichte, die zusammenhängende Hoppelsprünge ermöglicht
• eingestreute und strukturierte Umgebung mit Fress-, Ruhe- und Aufenthaltsbereich Artgemäße Fütterung mit Heu, Grünfutter, Obst und Gemüse
• Objekte zum Benagen wie Äste, Rindenstück etc.
Derzeit werden solche Haltungssysteme für Kaninchen bereits teilweise in der Schweiz eingesetzt. In Deutschland gibt es vergleichbare Haltungssysteme in größerem Stil bisher nicht. Das muss sich ändern.

  

Mastkaninchen zusammengedrängt in einem winzigen Drahtkäfig.

Solche Drahtkäfige sind nach der Mastkaninchenverordnung zukünftig verboten. Die Halter müssen innerhalb von acht bis zehn Jahren auf Käfige mit Spalten- oder Kunststofflochböden umstellen.

Im September 2013 wurde eine Mastkaninchenverordnung verabschiedet. Am 11. August 2014 traten die Regelungen in Kraft. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes sind diese zwar ein erster Schritt, doch es sind dringend Nachbesserungen erforderlich, um die Tiere vor Gesundheits- und Verhaltensschäden zu schützen. Denn: Die Käfighaltung ist weiterhin möglich, die Platzvorgaben sind zu gering und auch ein Freilauf ist nicht vorgesehen. Wir rufen daher alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, weiterhin auf den Verzehr von Kaninchenfleisch zu verzichten.

(Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund)

 


 

 

Die richtige Winterfütterung von Vögeln

Ein naturnaher Garten und ein richtiges Futterangebot sind wichtige Beiträge für das Überwintern heimischer Vogelarten, darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Beerensträucher, Obstbäume und Büsche bieten Nahrung und Schutz. Ein naturnaher Garten dient auch als Insektenunterschlupf und damit als Futterlieferant für Vögel. Ein solch attraktiver Platz wird von den Tieren gern angeflogen. Wer dann als Tierfreund regelmäßig und richtig zufüttert, hilft dem Tier- und Artenschutz. Der Deutsche Tierschutzbund hat dazu Tipps zusammengestellt.

Die Umweltbedingungen für heimische Vogelarten haben sich verschlechtert: Unmengen von Pestiziden verringern die Anzahl der Insekten und damit das Futterangebot für die Vögel. Sterile Gärten und perfektionierte Erntemaschinen erschweren zusätzlich die Futtersuche. Um einem größeren Vogelbestand ein Auskommen zu sichern, kann nicht nur im Winter, sondern ganzjährig artgerechtes, hochwertiges Futter gereicht werden.

Körnerfresser sind unter anderem Meise, Fink, Spatz, Kernbeißer und Dompfaff. Kleiber, Specht und Zeisig fressen ebenfalls Körner, nehmen aber auch Weichfutter an und können deshalb ein breiteres Nahrungsangebot nutzen. Zu den Weichfutterfressern gehören u.a. Amsel, Drossel, Star, Rotkehlchen, Baumläufer und der kleine Zaunkönig. Für Körnerfresser eignen sich zum Beispiel Sonnenblumenkerne oder Hanfsamen, Weichfutterfresser bevorzugen dagegen Holunderbeeren, Beeren der Eberesche oder Rosinen. Futter, das Feuchtigkeit enthält, kann leicht gefrieren und dann schädlich für die Tiere sein. Obst muss daher immer frisch ausgelegt und rechtzeitig wieder entfernt werden. Keinesfalls eignen sind gewürzte Speisereste.

Vogelhäuschen und Co. sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Infektionskrankheiten ausbreiten. Idealerweise ist der Futterplatz so ausgerichtet, dass die Vögel das Umfeld gut überblicken können, damit sie herannahende Feinde rechtzeitig entdecken können. Gut ist es, Futterhäuschen frei an einem Ast hängend anzubringen, wobei sich als Anflugbasis und Versteckmöglichkeit mehrere Bäume in der Umgebung befinden sollten.

Wasservögel, wie zum Beispiel Schwäne, Enten und Gänse finden in der Regel zwar genügend Futter in der Natur, doch sind Seen und Teiche zugefroren, hilft den Wasservögeln eine zusätzliche Fütterung. Geeignetes Winterfutter ist Getreide, Kleie und Hühnerfutter. Auch weiche Kartoffeln, Rübenstückchen und Eicheln sind möglich.

(Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund)