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Pflegestellen

Wir brauchen....Katzenpflegestellen!

Jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst wird das Tierheim von Katzenbabys überschwemmt! Einerseits ist es gut, dass die Kleinen nunmehr medizinisch versorgt, gefüttert, betreut und anschließend meist sehr rasch vermittelt werden, aber bis dahin sprengen sie zeitweise die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten des Tierheims, denn es werden von Jahr zu Jahr mehr. Im Jahr 2009 waren es 500 Babys!

 

Neben verwaisten Babys jeder Altersgruppe kamen auch trächtige Katzenmütter oder Mütter mit Babys als Fundtiere ins Tierheim. Die meisten wurden im letzten Moment von aufmerksamen Passanten aufgegriffen. Viele Katzenbabies wurden jedoch auch abgegeben, weil die Besitzer ihre Katzen nicht haben kastrieren lassen und es somit wieder zu einem nicht erwünschten "Unfall" gekommen ist.

Da die Unterbringungsmöglichkeiten im Tierheim selber bei Weitem nicht ausreichen, suchen wir Katzenliebhaber, die sich als Pflegestelle registrieren lassen.

 

Eine Pflegestelle bietet den Kätzchen gerade in ihren ersten Lebenswochen im Gegensatz zur Unterbringung im Tierheim viele Vorteile.

Die meist sehr misstrauischen Katzenbabys haben auf einer Pflegestelle mehr Kontakt zu Menschen, als es im Tierheim möglich wäre. Dadurch verlieren sie schneller ihre Scheu vor Menschen und lernen eventuell sogar den Umgang mit Kindern oder Hunden kennen. 

Ein kleines Video über das Leben unserer Katzenbabies auf einer Pflegestelle sehen Sie hier:

http://www.myvideo.de/watch/5114718/Pflegestelle

 Die Milchbar ist ge?ffnet!

Auch für werdende Katzenmütter ist eine Pflegestelle ein "Platz an der Sonne", da sie hier ihre Babys in Ruhe zur Welt bringen und aufziehen können, ohne dem Stress mit den vielen anderen Katzen im Tierheim ausgesetzt zu sein.  

Die Babys bleiben - ob mit oder ohne Mutter - auf der Pflegestelle, bis sie zwei Monate alt sind und vermittelt werden können. Zu beachten ist jedoch, dass Babys, die erst wenige Tage alt sind alle 2-3 Stunden gefüttert werden müssen - auch in der Nacht! Ältere Babys können schon selbständig essen, so dass Ihr Schlaf gesichert ist ;-)

Einen kleinen Eindruck von der "Wildtierfütterung" erhalten Sie hier:

http://www.myvideo.de/watch/5186508/Fuetterung_von_4_Katzenbabies

 Darf ich zu Dir?

Die Vermittlung läuft in jedem Fall über das Tierheim, egal ob die Kätzchen zur besagten Zeit noch auf der Pflegestelle sind oder wieder dem Tierheim übergeben werden.

Bitte informieren Sie uns, falls Sie bereit sind, bei Bedarf (besonders im Frühling und Herbst) nach Anruf einzuspringen. Vorher werden wir Sie besuchen und mit Ihnen durchsprechen, wie Sie Katzen in Not helfen können.

Die kleine Agneta dankt im Namen aller Katzenkinder!

Für weitere Informationen können Sie uns im Tierheim besuchen oder anrufen:

Mo. - Di. - Do. - Fr. 15:00 - 18:00 Uhr   Sa: 14:00 - 18:00 Uhr oder

Tel.: 0241-920425 0 (Mo - Sa 13 - 18 h) 

 


Alles für die Katz!

Ein Bericht aus einer aktuellen Pflegestelle für Katzen:

Dienstagmittag erreichte mich ein Anruf aus dem Aachener Tierheim – es wurde eine Katzenmama mit 5 kleinen, 4 Wochen alten Katzenbabies auf einem Friedhof in Aachen gefunden. Ich könnte diese sofort zum Pflegen mit nach Hause holen.

„Au weia“, ich war überhaupt nicht vorbereitet, hatte nicht einmal ein Plätzchen in meiner 55qm großen (kleinen) Wohnung freigemacht. Aber da ich sehr spontan bin, fuhr ich umgehend ins Tierheim, um die Katzenmama und Babies abzuholen. Entflohung und Entwurmung erfolgten sofort durch den dort ansässigen Tierarzt.

 

Mit Sack und Pack, das beinhaltete: Katzenklo (2 Stück), Katzenstreu, Katzenfutter, Decken, Laken und dem riesigen Korb mit den Katzen bin ich dann Richtung Heimat gefahren.

 

Zuhause angekommen wurde erstmal die Wohnung umgeräumt, Platz geschaffen, Decken ausgelegt, Futter hingestellt, Katzenkratzbaum vom Dachboden geholt, Spielzeug hingestellt, Klo?s verteilt etc. alles bereitgestellt und dann war es soweit?.

 

Ich durfte meine Pflegekinder endlich sehen! 

 Leider wollten sie nicht so richtig aus dem Korb – aber nachdem die Mama mich erstaunlicherweise freundlich und auch liebevoll begrüßte, mich umschnurrte – kam auch so langsam ein Kätzchen nach dem anderen zum Vorschein.  

 

So etwas Süßes hatte ich lange nicht gesehen, mir stiegen die Tränen in die Augen, als ich die kleinen tapsigen Kätzchen sah, die sich hinter ihrer Mama versteckten und kurz darauf  anfingen zu saugen – sie mussten großen Hunger gehabt haben.

 

Die erste Nacht war sehr turbulent und leider bereits um 4.30 Uhr vorbei. Ich hatte sie dummerweise in mein Schlafzimmer einquartiert, was ich aber tags darauf sofort geändert habe.

  Nun leben die 6 Katzen im Wohnzimmer. Mittlerweile sind die Kätzchen 6 Wochen alt und es ist immer wieder ein Wunder, die kleinen Racker anzuschauen und auch zu sehen, wie sie täglich wachsen und immer frecher werden.  

Zurzeit schlafen sie in meiner Couch. Die Vorgängerkatze hatte gute Vorarbeit geleistet und die Unterseite angekratzt. Und was soll`s - ist ja nur ne? Couch?wobei ich sagen muss, dass ich doch ein wenig Schuld daran habe. Ich habe sie ja dort auch gelassen. Ansonsten machen sie nichts kaputt, sie spielen und springen auf den Kratzbaum. Und ärgern sich gegenseitig.

Mein Lebenspartner überrascht mich auch aufs Neue: der sonst so cool ist, sitzt abends im Wohnzimmer auch mit Tränen in den Augen und sieht den Kätzchen beim Spielen zu.

 

Auch die liebevolle Art der Mutter ist einfach überwältigend. Kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, die diese Tiere einfach aussetzen.

Man spürt die Dankbarkeit der Katzenmama! Ruhe und Schutz bei mir zu bekommen, reicht ihr völlig aus. Für mich ist das kein Opfer – ganz im Gegenteil, man bekommt so viel zurück.

 

Ich bin schon jetzt traurig, wenn ich daran denke, dass ich sie bald wieder abgeben muss, denn eine kleine Katze verändert „Heimkommen in ein leeres Haus“ in „Nach Hause kommen“.

     

Aber mein Trost, ich kann dann wieder einen neuen Platz für eine ausgesetzte Katzenmama bieten.

 

 

 

Bibi & Paul aus Krauthausen

im September 2008