Ernährung und Pflege
Das wichtigste Grundnahrungsmittel ist Heu. Gutes Heu riecht angenehm, ist grünlich und nicht grau oder braun, hat längere Halme und nicht nur kleingeschnittene Fitzel. Heu muß immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen und sollte täglich neu aufgefüllt werden. Kaninchen müssen immer fressen können, da sie einen Stopfmagen haben. Sie nehmen am Tag ca.80 kleine „Mini-Mahlzeiten“ zu sich. Probieren Sie verschiedene Sorten Heu aus, wenn Ihre Tiere eine nicht mögen, bieten Sie eine andere an. Heu ist unerlässlich für die Verdauung und sehr gut für die Zähne. (Bei sogenannten „Zahnkaninchen“ kann Heufütterung dazu beitragen, dass sich der Zustand der Zähne bessert oder sogar reguliert.) Man meint zwar, dass hartes Brot prima für den Zahnabrieb geeignet ist, aber in erster Linie ist Brot ein Dickmacher und leider oft von Schimmelsporen befallen (auch wenn man es selber noch nicht sieht) Besser ist Knäckebrot. Zum Nagen eignen sich u.a. Zweige von Apfelbaum, Haselnuss (ungespritzt!).
Ganz wichtig ist auch Frischfutter. Verfüttern Sie nie welkes oder nasses Grünzeug. Das kann zu schlimmen Verdauungsstörungen führen. Möhren, Sellerie, Fenchel, Chicoree, Petersilie, Löwenzahn, mal ein Stück Apfel sind sehr beliebt. Passen Sie auf bei Kohl. Auch hier können schlimme Verdauungsstörungen die Folge sein. Kohlrabiblätter werden im Allgemeinen aber gut vertragen. Trockenfutter aus dem Handel kann gegeben werden, muß aber nicht. Dabei gilt: in Maßen und nicht in Massen. Wenn Sie mal auf die Inhaltsstoffe auf den bunten Tüten im Handel schauen, werden Sie sich vielleicht fragen, ob Kaninchen in der Natur Joghurtdrops, kleine bunte Bärchen, Zucker, Honig, Bäckereinebenerzeugnisse etc. vorfinden würden.
Auch dazu gibt es zahlreiche Infos im Internet. http://www.diebrain.de/k-index.html (ein toller Link mit vielen weiteren Infos!!!)